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„Mit dem Geschichtenkoffer um die Welt“

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In vielen Kulturen haben Erzähler eine wichtige soziale Funktion als Medien der Überlieferung. Überall, wo Menschen vertraut miteinander umgehen, Muße und Phantasie wertgeschätzt werden und man sich die Zeit nimmt, frei zu erzählen und zuzuhören, gibt es auch im 21. Jahrhundert der Hektik und Arbeitszeitverdichtung noch Inseln der Erzählkultur. Das gesprochene Wort lässt beim mündlichen Erzählen etwas Wesentliches und Flüchtiges zugleich pulsieren, so unbändig und frei wie das Leben selbst: uralte Worte, die uns über eine lange Menschenkette überliefert worden sind, enthüllen die Geheimnisse der Welt, haben eine besondere Herzenskraft, verwandeln unseren Alltag und lassen immer wieder neue Geschichten entstehen.
Diese Tradition zu fördern und Geschichten aus dem eigenen- und fremden Kulturkreisen weiterzutragen, ist das Ziel der  Veranstaltungsreihe des ECHO e.V. „Mit dem Geschichtenkoffer um die Welt“ vom 07.-09.12.2011 in der Stadtbücherei/Hauptstelle und Artothek.

Am 07.12. besucht uns die Conteuse Odlie Néri-Kaiser.
Als kulturelle Grenzgängerin wandert sie zwischen Frankreich und Deutschland - die Geschichten sind zu ihrer wahren Heimat geworden, wie sie selber sagt:
„In einem Land ohne Grenzen, wo Sprache Musik ist und wo Worte Bilder malen können.“
Sie erzählt von singenden Sternen und sprechenden Bäumen, von Feen, von lächelnden Statuen und von Zauber im Alltäglichen.
Zwischen 1975 und 1995 war sie Lehrerin in Lyon (Frankreich). Der Umgang mit „schwierigen Schülern” hat sie zum Erzählen geführt. Aus dieser Leidenschaft entwickelte sich langsam ein Beruf, Schritt für Schritt, zunächst als Conteuse in Lyon, dann ab dem Jahr 2000 als Erzählerin in Deutschland.
Aus dem Umgang mit vielen Menschen entstehen neue Geschichten, die wie unsichtbare aber dennoch feste Fäden sie miteinander verbinden. In Stuttgart hat sie die Erzählfestivals „Im Fluss der Worte” in 2005 und 2008 mitinitiiert und deren künstlerische Leitung und Beratung übernommen.

Am 08.12. tritt der deutsche Erzähler Björn Nonnhoff auf:.
Er gehört sicherlich zu den wenigen deutschsprachigen Geschichtenerzählern die im märchenhaften Dubai, im Burj al Arab seine Kunst präsentieren durfte.
Neben Auftritten für namhafte deutsche Unternehmen und einer Einladung zum Comedy Festival nach China macht er eben auch Schulklassenprogramme.
Seine Geschichten sind spannende, phantasievolle Abenteuer und bezaubernde Geschichten. Nonhoff kombiniert die frei vorgetragenen Märchen mit Musik. Unter anderem den magischen, tiefen Klägen eines chinesischen Gongs oder wunderbaren, träumerische Melodien der er seinem Saxophon entlockt.
Viele seiner Märchen sind selbst geschreiben, er lehnt sie aber auch an Märchen aus 1001 Nacht, an den Nachtfeuern der Karawansereien und anderen Vorbildern wie Michael Ende, Rafik Schami an. In der Tradition orientalischer Märchenerzähler bezieht Nonhoff das Publikum und aktuelle Situation fließend mit ein. Er besticht durch seine einfache natürliche Art und seine Stimme, mit der er die Herzen der Zuhörer erreicht und bewegt.

Am 09.12. kommen Özlem und Savas Tetik nach Dachau:
Unterf dem Motto „Es war einmal, es war keinmal…“ gestalten sie einen Vormittag mit Geschichten und Märchen aus dem Orient und Okzident.

Die Erzählkünstler Özlem und Savaş erzählen und spielen  Spannendes – Lustiges – Nachdenkliches - Geheimnisvolles und Zauberhaftes aus dem Morgenland und Abendland.

Özlem Tetik ist in München geboren. In den ersten Berufsjahren als Erzieherin entdeckte sie mit den Kindern ihre Vorliebe, Geschichten zu erzählen und zu hören. Seit dem erzählt sie leidenschaftlich Geschichten. So entwickelte sich vor vielen Jahren, in eine Kindertageseinrichtung ein Geschichtenerzählprojekt. Kinder erzählten erfundene Geschichten und Erwachsene schrieben sie auf. Die ersten Vorlesebücher entstanden. Von Kindern für Kinder. Seit vielen Jahren bietet Özlem Tetik Fortbildungen und Seminare, in
Bildungsinstitutionen  zu den Themen: Erzähldidaktik, Bilinguale Bildung und Erziehung, Sprachliche Förderung im Kindergarten und Schule usw. 2006 absolvierte sie erfolgreich die Ausbildung zur Bühnenerzählerin
bei der Erzählakademie „Goldmund“ in München.

Savas Tetik, geboren in Ankara, erzählt Volksmärchen und türkische Literatur, nach der Erzähltradition als „Meddah“.
Das Erzählerpaar ist miteinander verheiratet und hat eine Tochter. Gemeinsam entwickeln sie Geschichten, die sie  zweisprachig erzählen und spielen. Zunächst erzählten und spielten sie für ihre Tochter. Seit einigen Jahren erzählen sie für   Erwachsene, Jugendliche und Kinder zweisprachig. Zusammen gründeten sie das Interkulturelle Erzählforum: „Interkulturelles Erzählforum“ versteht sich als Begegnungsstätte verschiedener Kulturen in München, es wirbt für Akzeptanz und für das Miteinander zwischen den Kulturen. 

Für die Vormittagsprogramme läuft ab sofort die Voranmeldung unter 08131/27518, die Nachmittagsveranstaltungen sind wie immer frei.

 

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„Mit dem Geschichtenkoffer um die Welt“ »In vielen Kulturen haben Erzähler eine wichtige soziale Funktion als Medien der Überlieferung. Überall, wo Menschen vertraut miteinander umgehen, Muße und Phantasie wertgeschätzt werden und man sich die Zeit nimmt, frei zu erzählen und zuzuhören, gibt es auch im 21. Jahrhundert der Hektik und Arbeitszeitverdichtung noch Inseln der Erzählkultur. Das gesprochene Wort lässt beim mündlichen Erzählen etwas Wesentliches und Flüchtiges zugleich pulsieren, so unbändig und frei wie das Leben selbst: uralte Worte, die uns über eine lange Menschenkette überliefert worden sind, enthüllen die Geheimnisse der Welt, haben eine besondere Herzenskraft, verwandeln unseren Alltag und lassen immer wieder neue Geschichten entstehen. Diese Tradition zu fördern und Geschichten aus dem eigenen- und fremden Kulturkreisen weiterzutragen, ist das Ziel der Veranstaltungsreihe des ECHO e.V. „Mit dem Geschichtenkoffer um die Welt“ vom 07.-09.12.2011 in der Stadtbücherei/Hauptstelle und Artothek.Am 07.12. besucht uns die Conteuse Odlie Néri-Kaiser.Als kulturelle Grenzgängerin wandert sie zwischen Frankreich und Deutschland - die Geschichten sind zu ihrer wahren Heimat geworden, wie sie selber sagt:„In einem Land ohne Grenzen, wo Sprache Musik ist und wo Worte Bilder malen können.“Sie erzählt von singenden Sternen und sprechenden Bäumen, von Feen, von lächelnden Statuen und von Zauber im Alltäglichen. Zwischen 1975 und 1995 war sie Lehrerin in Lyon (Frankreich). Der Umgang mit „schwierigen Schülern” hat sie zum Erzählen geführt. Aus dieser Leidenschaft entwickelte sich langsam ein Beruf, Schritt für Schritt, zunächst als Conteuse in Lyon, dann ab dem Jahr 2000 als Erzählerin in Deutschland.Aus dem Umgang mit vielen Menschen entstehen neue Geschichten, die wie unsichtbare aber dennoch feste Fäden sie miteinander verbinden. In Stuttgart hat sie die Erzählfestivals „Im Fluss der Worte” in 2005 und 2008 mitinitiiert und deren künstlerische Leitung und Beratung übernommen.Am 08.12. tritt der deutsche Erzähler Björn Nonnhoff auf:.Er gehört sicherlich zu den wenigen deutschsprachigen Geschichtenerzählern die im märchenhaften Dubai, im Burj al Arab seine Kunst präsentieren durfte.Neben Auftritten für namhafte deutsche Unternehmen und einer Einladung zum Comedy Festival nach China macht er eben auch Schulklassenprogramme. Seine Geschichten sind spannende, phantasievolle Abenteuer und bezaubernde Geschichten. Nonhoff kombiniert die frei vorgetragenen Märchen mit Musik. Unter anderem den magischen, tiefen Klägen eines chinesischen Gongs oder wunderbaren, träumerische Melodien der er seinem Saxophon entlockt.Viele seiner Märchen sind selbst geschreiben, er lehnt sie aber auch an Märchen aus 1001 Nacht, an den Nachtfeuern der Karawansereien und anderen Vorbildern wie Michael Ende, Rafik Schami an. In der Tradition orientalischer Märchenerzähler bezieht Nonhoff das Publikum und aktuelle Situation fließend mit ein. Er besticht durch seine einfache natürliche Art und seine Stimme, mit der er die Herzen der Zuhörer erreicht und bewegt.Am 09.12. kommen Özlem und Savas Tetik nach Dachau:Unterf dem Motto „Es war einmal, es war keinmal…“ gestalten sie einen Vormittag mit Geschichten und Märchen aus dem Orient und Okzident.Die Erzählkünstler Özlem und Savaş erzählen und spielen Spannendes – Lustiges – Nachdenkliches - Geheimnisvolles und Zauberhaftes aus dem Morgenland und Abendland.Özlem Tetik ist in München geboren. In den ersten Berufsjahren als Erzieherin entdeckte sie mit den Kindern ihre Vorliebe, Geschichten zu erzählen und zu hören. Seit dem erzählt sie leidenschaftlich Geschichten. So entwickelte sich vor vielen Jahren, in eine Kindertageseinrichtung ein Geschichtenerzählprojekt. Kinder erzählten erfundene Geschichten und Erwachsene schrieben sie auf. Die ersten Vorlesebücher entstanden. Von Kindern für Kinder. Seit vielen Jahren bietet Özlem Tetik Fortbildungen und Seminare, in Bildungsinstitutionen zu den Themen: Erzähldidaktik, Bilinguale Bildung und Erziehung, Sprachliche Förderung im Kindergarten und Schule usw. 2006 absolvierte sie erfolgreich die Ausbildung zur Bühnenerzählerinbei der Erzählakademie „Goldmund“ in München.Savas Tetik, geboren in Ankara, erzählt Volksmärchen und türkische Literatur, nach der Erzähltradition als „Meddah“.Das Erzählerpaar ist miteinander verheiratet und hat eine Tochter. Gemeinsam entwickeln sie Geschichten, die sie zweisprachig erzählen und spielen. Zunächst erzählten und spielten sie für ihre Tochter. Seit einigen Jahren erzählen sie für Erwachsene, Jugendliche und Kinder zweisprachig. Zusammen gründeten sie das Interkulturelle Erzählforum: „Interkulturelles Erzählforum“ versteht sich als Begegnungsstätte verschiedener Kulturen in München, es wirbt für Akzeptanz und für das Miteinander zwischen den Kulturen. Für die Vormittagsprogramme läuft ab sofort die Voranmeldung unter 08131/27518, die Nachmittagsveranstaltungen sind wie immer frei. Freitag, den 25. November 2011 um 16:27 Uhr
Der Polizist und der Bischof »Es waren vor allem Juden, die an seine Bürotür klopften. Fiume, das heutige Rijeka, das damals zum Königreich Italien gehörte, war wegen seiner geographischen Lage mitten in Europa in der nationalsozialistischen Zeit, ein Bezugspunkt und ein Übergangsort für viele geworden, die versuchten der ungerechten Verfolgung zu entgehen und auf der Suche nach einer neuen Heimat und einer anderen Zukunft waren. Der Polizeichef Giovanni Palatucci hat ihnen die Ausreise erleichtert, in dem er ihnen Papiere verschaffte und ihnen so den Fluchtweg eröffnete. Mit diesen Taten wurde tausenden von Menschen das Leben gerettet, wie zahlreiche Zeitzeugen bis heute bestätigen. Von den Nazis verhaftet und ins KZ Dachau deportiert, hat er sein junges Leben im Alter von nur 36 Jahren in der Baracke 25 verloren. Dim lights (#AVPlayerID_513d70a5) Embed Embed this video on your site Eine Sonderausstellung in der Galerie der Kulturschranne Dachau dokumentiert das Leben von Giovanni Palatucci 29.07.- 04.09.2011 Dachauer Kultur-Schranne, Galerie, Pfarrstraße 13, DachauÖffnungszeiten: Di – So 11 – 18 Uhr Veranstalter: Stadt Dachau, Abteilung Kultur und ZeitgeschichteGiovanni Palatucci wurde 1909 im süditalienischen Montella geboren. Der Sohn einer sehr religösen Familie machte sein Abitur in Salerno, studierte Jura und wurde im Jahre 1936 Vizekommissar für öffentliche Sicherheit in Genua. Schon ein Jahr später hat man ihn ans Polizeipräsidium von Fiume in Istrien versetzt. Dort war er Chef der Ausländerbehörde und damit auch zuständig für die Umsetzung der Rassengesetze im Rahmen der Judenverfolgung. Zur gleichen Zeit war sein Onkel Giuseppe Maria Palatucci Bischof in Campagna bei Salerno, wo zwei Internierungslager für jüdische Gefangene eingerichtet wurden. Auf allen möglichen Wegen haben der Polizist Giovanni und sein Onkel, der Bischof versucht, die Internierten zu unterstützen und ihre Lebensbedingungen zu verbessern. Für Giovanni Palatucci war der familiäre Kontakt nach Campagna nur einer von vielen Wegen die er nutzte, um jüdischen Flüchtlingen zu helfen.Auch, weil er sich einer autonomistischen Bewegung angeschlossen hatte wurde Giovanni Palatucci am 13. September 1944 verhaftet und später ins Konzentrationslager Dachau deportiert, wo er am 22. Oktober 1944 als Häftling Nummer 117826 registriert wurde. Wenige Wochen vor der Befreiung des Lagers, ist er am 10. Februar 1945, in der Baracke 25 an Typhus gestorben.Der Polizist und der Bischof, Kurzfilm, 16 Min.  Freitag, den 05. August 2011 um 11:47 Uhr