Schon
mal versucht, volltrunken einen Eierlikör zu bestellen? Das klingt
bestimmt lustig, vielleicht so ähnlich wie: "Eierlallalikiöa",
oder so. Das kommt Ihnen bekannt vor? Ja es erinnert irgendwie an den
Namen eines netten kleinen Vulkanes, der gerade auf der netten
kleinen Insel Island sein Unwesen treibt. Wahrscheinlich ist er sogar auf diese Weise zu seinem Namen gekommen. Man weiß ja, dass man die langen Nächte im Norden gerne mit Alkohol verkürzt.
Er meint es sicher nicht böse, unser kleiner Eierlikör-Vulkan, soll
eigentlich sogar ganz harmlos sein. Er hat gerade ziemlichen Husten, wohl so eine Art Raucherhusten und weil der Wind auch noch
weht, wie er will, also im Moment zuwenig und auch noch in die
falsche Richtung, hustet der Eierdingsda ganz Europa was. Was nun
wieder zur Folge hat, dass keine Flugzeuge mehr fliegen dürfen, denn
gegen Vulkanhusten gibt es keine Medizin, da ist ausnahmsweise nicht
mal der Gesundheitsminister Rösler dran Schuld.
Die Sache mit den
Flugzeugen hat nun wiederum ihre Vor- und Nachteile. Einerseits
ist endlich mal Ruhe. Nicht nur das Düsengedröhn bleibt
lärmgeplagten Bewohnern der Flughafen-Einflugschneisen erspart,
Haimhauser und Röhrmooser erfahren auf diese Weise endlich, welche Singvögel
bei ihnen Unterschlupf suchen. Und sogar unsere Politiker halten mal
die Klappe, die meisten jedenfalls. Teils, weil sie selber sprachlos, teils weil sie ratlos sind und nicht mehr nach Hause können,
wie zum Beispiel die Frau Merkel, die jetzt überlegen muss, wo sie
in Rom ein Auto her kriegt. Der Bestand an gepanzerten Limousinen ist
bei den Mietwagenfirmen derzeit nämlich ziemlich ausgebucht. Wir
empfehlen stattdessen eine Vespa, die fällt im italienischen Verkehr
weniger auf und kommt besser durch die Staus. Super-Silvio kann da
sicher helfen.
Was ist
aber nun, wenn sich die Leute an die Ruhe gewöhnen? Dann glaubt
womöglich wirklich keiner mehr, dass wir eine dritte Startbahn
brauchen. Das böse Erwachen kommt ja spätestens, wenn der Lärm dann wieder losgeht ... Die
Fluggesellschaften zittern schon jetzt deswegen. Dazu noch die vielen Flugausfälle. Da hilft auch das eingesparte Kerosin nicht weiter. Wenn die
Staubwolke sich nicht bald verzieht, werden das Milliardenverluste. Und alles nur wegen dieses kleinen Vulkanes auf dieser kleinen Insel im hohen Norden ...
Die Isländer haben also ganz Europa im Würgegriff. Das sollte uns aber nicht wirklich überraschen. Schließlich zogen schon ihre Vorfahren, die Wikinger plündernd durch ganz Europa, ruderten vom Mittelmeer aus die Flüsse hoch und versetzten die halbe Welt in Angst und Schrecken. Und dann kamen bekanntlich die isländischen Banken. Daran
sind wir zwar schon gewöhnt, so viel haben die isländischen Banken
schon verbrannt. Moment .... Womöglich ... Doch nicht etwa ... Wenn
das nun gar keine Vulkanasche, sondern verbrannte Wertpapiere ... Das
könnte ja bedeuten ...